Kinetische Skulptur

Neben dem Gropius Bau, dem Europahaus und der Stresemannstraße steht Four Lines in a T (Vier Linien in einem T), eine kinetische Skulptur des US-amerikanischen Künstlers George Rickey aus den Sammlungen der Berlinischen Galerie.

Sie besteht aus einer T-förmigen Struktur, an deren beiden Enden jeweils eine T-Gabel angebracht ist. An den Enden dieser Gabeln sind insgesamt vier filigrane Stäbe mit Drehzapfen montiert, die so ausgewogen sind, dass schon eine kleine Menge Wind ausreicht, um eine kaum nachvollziehbare Vielfalt von Bewegungsabläufen zu erzeugen. An einem windigen Tag sind die Bewegungen der Stäbe besonders gut zu beobachten.

Die Hauptstrukturen der Skulptur bestehen aus Edelstahl und die Bewegung wird ausschließlich durch Wind und Schwerkraft verursacht. Es gibt also keine Motoren oder kompliziertere mechanische Elemente als Kugellager.

George Warren Rickey (1907 – 2002) ist vor allem für seine kinetischen Kunstwerke bekannt, war aber früher als Maler tätig. Nach einer Zeit in der US-Army als Ingenieur, die sein aus der Kindheit stammendes Interesse an mechanischen Dingen wiedererweckte und ihm auch die nötigen technischen Kenntnisse vermittelte, wechselte er später zur kinetischen Skulptur. Außer in anderen europäischen Ländern lebte und arbeitete er mehrere Jahre in Berlin zwischen den 1960er- und den 1990er-Jahren.

Die Grünanlage, in der sich die Skulptur befindet, wurde 1983 von der United States Air Force den Berlinern geschenkt.

Grünanlage mit Gedenkstein der US-Air Force
Stresemannstraße 110
10963 Berlin

(S-Bahnhof Anhalter Bahnhof)

Text und Fotos: H. P.