
Der GROPIUS BAU in Kreuzberg zeigt die Ausstellung noch bis zum 17. Januar 2027.

Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Gruppenausstellung „Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960“ im Berliner Gropius Bau stellt künstlerische Perspektiven auf das migrantische Leben im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vor. Es werden zirka 130 alte und neuere Werke gezeigt, die Exil, Migration, Wohnungsnot, Rassismus, Ausgrenzung, Protest, Widerstand, Solidarität und Verbundenheit zum Thema haben.
In damaligen Westberliner Bezirk Kreuzberg wurden kulturelle und soziale Veränderungen besonders deutlich. Durch die zunehmende Arbeitsmigration kamen Gastarbeiter*innen aus Italien, Griechenland und der Türkei nicht nur in die Bundesrepublik sondern auch nach Westberlin.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Künstler*innen, die in den 1970er und 1980er Jahren mit Stipendien, zum Studieren oder aus politischen, ökonomischen beziehungsweise familiären Gründen nach Westberlin kamen. Ältere Arbeiten, die lange nicht oder nur selten gezeigt wurden, treten dabei in Dialog mit eigens für die Ausstellung neu entstandenen Werken. Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte der Arbeitsmigration und ihre künstlerischen Ausdrucksformen und verknüpft diese mit aktuellen Fragen der Gegenwart.
Die Ausstellung „Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960“ ist im 1. Obergeschoss des Gropius Bau in elf thematisch gegliederten Räumen zu sehen. Die Ausstellung umfasst Werke der Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Installation sowie Film-, Video- und Soundarbeiten von mehr als 40 Künstler*innen.
Ihre Arbeiten thematisieren Migration und Exil, Rassismuserfahrungen, die Veränderungen des Stadtviertels, Wohnungsnot und die Bedingungen sogenannter Gastarbeit: die systematische Anwerbung von Arbeitskräften – insbesondere aus der Türkei, aber auch aus Ländern wie Griechenland, Italien, Südkorea und dem damaligen Jugoslawien. Dabei stehen Perspektiven auf die Arbeitsmigration neben Erfahrungen von Flucht und Exil aufgrund von politischer Verfolgung, Diktaturen oder Kriegen in Ländern wie Chile, Iran oder Griechenland.
Der Ausstellung ging eine intensive Recherche in Archiven, Nachlässen und privaten Beständen voraus, die zahlreiche Gespräche mit Künstler*innen, ihren Familien sowie Akteur*innen der Westberliner Kulturlandschaft umfasste. Auf dieser Grundlage werden die teilweise – im gesamtdeutschen wie internationalen Kontext – wenig beachteten oder in Vergessenheit geratenen künstlerischen Arbeiten wieder sichtbar gemacht.

Quelle: Pressemeldung
Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
Öffnungszeiten
Montag 12:00–19:00 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch 12:00–19:00 Uhr
Donnerstag 12:00–19:00 Uhr
Freitag 12:00–19:00 Uhr
Samstag 10:00–19:00 Uhr
Sonntag, Feiertage 10:00–19:00 Uhr