Bibliotheken in Friedrichshain-Kreuzberg

Bezirkszentralbibliothek in der Frankfurter Allee (Pablo-Neruda-Bibliothek)
Die Bezirkszentralbibliothek oder auch Pablo-Neruda-Bibliothek in der Frankfurter Allee 14a wurde nach 2 ½ Jahren Bauzeit am 11. November 2010 eröffnet. Auf 4 Etagen bietet die Bibliothek rund 100.000 Bücher und andere Medien an. In der Bibliothek finden die Besucher eine Familienbibliothek, eine Musikbibliothek und eine Artothek. Neben 10 Internet-PCs und freiem W-LAN-Zugang im ganzen Gebäude und einem E-Book Reader gibt es auch ein eigenes Lese-Café, die Oscars Leselounge.

Familienbibliothek Glogauer Straße
Die seit 107 Jahren existierende Familienbibliothek in der Glogauer Straße ist eine kleine Bibliothek mit etwa 17.000 Medien. Darunter befinden sich Bücher, DVDs, Videos und CDs (auch türkische Musik-CDs). Bestandsschwerpunkte sind Bücher für die Sprach- und Frühförderung und Bilderbücher in verschieden Sprachen, u.a. in Arabisch, Englisch oder Französisch.

Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße – interkulturelle Familienbibliothek
Die Mittelpunktbibliothek in der Adalbertstraße, auch unter dem Namen Wilhelm-Liebknecht / Namik-Kemal-Bibliothek bekannt, hat auf 3 Ebenen etwa 60.000 Medieneinheiten. Neben Büchern gibt es auch zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften, DVDs, Musik-CDs, Hörbücher und Brettspiele. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Sprach- und Leseförderung sowie die Hausaufgabenhilfe. Außerdem werden Medien zur Bewältigung des Alltags und die sinnvolle Beschäftigung von Familien im urbanen Umfeld bereitgestellt. Es gibt auch einen großen Gruppenraum für die Hausaufgabenhilfe, wo die Schüler von Hausaufgabenhelfern unterstützt werden.

Stadtteilbibliothek Dudenstraße
Die Stadtteilbibliothek in der Dudenstraße, die Friedrich-von-Raumer-Bibliothek, besteht seit 1955 und ist mit 33.000 Medien die größte Stadtteilbibliothek in Friedrichshain-Kreuzberg. Die Bestandsschwerpunkte liegen bei Spielfilmen und Reise-DVDs, Musik-CDs der unterschiedlichsten Musikrichtungen, Lern- und Spielsoftware, verschiedenen Medien für die Sprach- und Frühforderung sowie englischsprachigen Romanen und Comics.

Stadtteilbibliothek Oranienstraße
Die etwas kleinere Stadtteilbibliothek mit 23.000 Medien in der Oranienstraße besteht seit 1964 und wurde nach der ersten deutschen Bibliothekarin Bona Peiser benannt. Auf den 250 Quadratmetern ist ein besonderes Highlight das Kriminal-Kabinett mit über 3.000 Medien aus dem Krimibereich. Andere Schwerpunkte sind Spielfilme auf DVD, Sachbücher, Ratgeber, Wii-Spiele, Kinderbücher und Medien zum Lernen, wie die Antolin-Bücher.

Papiertiger
Die Papiertiger Bibliothek ist ein Archiv und eine Bibliothek der sozialen Bewegungen. Sie wird vom Ku-Bi e.V. betrieben und enthält Druckerzeugnisse aller Art von und über Sozialbewegungen. Die Bibliothek selbst besteht aus über 9.000 Einzelbänden. Weiterhin gibt es etwa 3.500 Zeitungen und Zeitschriften, etwa 2.300 Aktenordner in der Presse- und Dokumentensammlung und 3.000 Plakate im Plakatarchiv.

Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
Die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) ist eine von ca. 30 Bibliotheken, welche gemeinsam die nationale Forschungsbibliothek Deutschlands bilden. Sie gehört zum DIPF, dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung. Ziel ist es, eine möglichst vollständige Sammlung zu erhalten und die dauerhafte Aufbewahrung bildungsgeschichtlicher Quellen und die Veröffentlichungen zu Bildungsgeschichte zu gewährleisten. Des Weiteren hat die BBF einen eigenen Forschungsbereich und führt regelmäßig Ausstellungen und Tagungen durch.

Amerika-Gedenkbibliothek
Die Amerika-Gedenkbibliothek ist ein Geschenk der USA an die Berliner nach der Blockade durch die Sowjetunion und wurde 1954 eröffnet. Sie ist ein Teil der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB). Zusammen mit der Berliner Stadtbibliothek in Mitte bildet sie die ZLB. Die ZLB besitzt insgesamt 3,4 Millionen Medien. Die Schwerpunkte in der Amerika-Gedenkbibliothek sind Belletristik, Filme, Musik und die Artothek. Die Kinder- und Jugendbibliothek „Hallescher Komet“, die ein Teil der Amerika-Gedenkbibliothek ist, hat einen eigenen Eingang und eigene Öffnungszeiten.