Berlinische Galerie: Ausstellung „Gezeichnete Stadt“

Die Berlinische Galerie, das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, in der Kreuzberger Alten Jakobstraße 124-128 zeigt vom 14.8.20 – 4.1.21 die Ausstellung „Gezeichnete Stadt. Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“.

Ausstellungsansicht „Gezeichnete Stadt“, Berlinische Galerie, Foto: © Harry Schnitger (Abgebildete Werke: Katharina Meldner und Nanne Meyer)

Es werden über 175 Werke, darunter viele mehrteilige Serien, von 22 Künstlerinnen und 47 Künstlern ausgestellt: überwiegend Zeichnungen in großen, mittleren, kleinen Formaten, viel Buntes und Schwarzweißes in sehr unterschiedlichen Techniken sowie ein facettenreicher Stilmix aus Gegenständlichkeit, Fotorealismus, Surrealismus, Spätexpressionismus, Abstraktion, Illustrationen und Comic.

Ausstellungsansicht „Gezeichnete Stadt“, Berlinische Galerie, Foto: © Harry Schnitger

Berlin ist gezeichnet von seiner Geschichte, von Erfolgen und Niederlagen, von Feudalismus, Pragmatismus, Liberalismus, Demokratien und Diktaturen. Aber auch gezeichnet und gemalt von vielen Künstler*innen.

Werner Heldt, Häuserstillleben, 1948, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Repro: Kai-Annett Becker

Die Berlinische Galerie verfügt über eine der größten und wichtigsten Kunstsammlungen zur Metropole Berlin. Allein die Grafische Sammlung beherbergt eine üppige Vielfalt von rund 25.000 Werken zu zahlreichen Themen. Auch die Ost-Berliner Kunst macht einen umfangreichen und wertvollen Teil dieses Bestandes aus. In den vergangenen Jahren wurde die Grafische Sammlung um viele, gute Neuzugänge erweitert.

Eine besondere Auswahl wird nun ab dem 14. August teilweise erstmals präsentiert.

Thomas Bayrle, Kennedy in Berlin, 1964, Farblithografie, 43,1 x 61 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Anja Elisabeth Witte

„Gezeichnete Stadt“ zeigt in sechs Kapiteln einige weltbekannte Künstler*innen – unter anderem Rainer Fetting, K.H. Hödicke, Tal R, Tacita Dean, Wolf Vostell – bietet aber auch viel Zeit und Raum für Entdeckungen und Wiederentdeckungen starker Werke und starker Künstler*innen-Biografien wie Gabriele Basch, Thomas Bayrle, Gertrude Sandmann, Werner Heldt, Evelyn Kuwertz, Eugen Schönebeck, Klaus Vogelsang.

Ausstellungsansicht „Gezeichnete Stadt“, Berlinische Galerie, Foto: © Harry Schnitger (Abgebildetes Werk: Klaus Vogelgesang, Standbein – Spielbein, 1976, © Klaus Vogelgesang)

Die Ausstellung verbindet 20 ostdeutsche Positionen, u.a. Klaus Ensikat, Dieter Goltzsche, Monika Meiser, Florian Merkel, mit 40 westdeutschen Positionen, u.a. Patrizia Bach, Arved Dietrich, Pia Linz, Malte Spohr, Bernd Trasberger.

Egmont Schaefer, Spaziergang, um 1980, Aquarell und Tuschfeder auf Papier, 29,7 x 21 cm, © Berliner Kabinett e.V., Foto: Kai-Annett Becker

Die Mehrheit – 50 Künstler*innen – lebt in Berlin und ist derzeit noch kreativ tätig. Einige Werke zeigen Berlin mit intensivem Blick von außen, zum Beispiel von Catherine Bührendt-Metais, Marcel van Eeden, Terry Fox, Antonio Saura, Emilio Vedova.

Rainer Fetting, Figur an der Mauer, 1987, Aquarell und Kreide, Blattmaß: 72 x 54 cm, © Rainer Fetting, Foto: Anja Elisabeth Witte

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124 – 128
10969 Berlin
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag: 10:00 – 18:00 Uhr

Internet: www.berlinischegalerie.de