Tuffsteine in der Oberbaum-City

Etwas versteckt, jedoch sehenswert findet man im Berliner Ortsteil Friedrichshain auf dem ehemaligen NARVA-Gelände in jedem der vier Innenhöfe des Gebäudes Vier einen großen Brunnen aus Süßwassertuffstein. Jede Tuffsteinquelle besteht aus vier Teilen. Sie ist 3,5 Meter hoch und 3,5 Meter breit.

Der Grundgedanke des Hamburger Landschaftsarchitekten Gustav Lange bei diesem „Projekt“ war die Einpflanzung der Natur in eine urbane Umgebung. Der Tuffstein kommt aus einem Steinbruch in Slowenien.

Bereits der Transport nach Deutschland war eine logistische Herausforderung. Die vier monolitischen Blöcke wurden in einzelne Elemente zerlegt und mit 16 Einzeltransporten nach Berlin gebracht. Beim Aufbau in den Innenhöfen mussten die Blöcke wieder cm-genau zusammengesetzt werden.

Per Regenrinne von oben und per Pumpe von unten wird der Tuffstein permanent mit Wasser berieselt. Das hat zur Folge, dass sich auf den Steinen, die in den Innenhöfen schon seit fast 20 Jahren stehen, bereits Moos gebildet hat. Was auch die Absicht des Architekten war. Im Winter kann man auf den Brunnen Eiszapfen bewundern.

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